Tagung : Geld – Kapital – Kredit

18. - 20. März 2005 (SBZ, Oer-Erkenschwick)

 

Folgende Referate wurden gehalten:

Fritz Fiehler: Die Substitution des Geldes durch den Kredit

Fritz Fiehler diskutiert die Frage, wie die Passagen bei Marx über die Substitution der »metallischen Zirkulation« durch die »Instrumente« des Kreditwesens zu verstehen sind und wie sich die Marxsche Geld- mit seiner Kredittheorie verträgt. Fiehler bezieht diese Probleme der Marxschen Theorie auf die aktuelle ökonomische Theorie und wie auf die aktuelle Realität des Geldes.

Umfang: 12 Seiten

Rolf Hecker: Engels’ Redaktionsmanuskript zum zweiten Band des „Kapital“

Rolf Hecker diskutiert die Probleme, die eine kritische Edition der Marxschen Schriften über das „Kapital“ machen. Hier geht es insbesondere um die Edition der II. Abteilung und die Fertigstellung der Bearbeitung der Bände mit Marx’ Manuskripten, von Engels’ Redaktionsmanuskript und der Druckfassung zum zweiten Band des „Kapital“ für die MEGA-Bände II/4.3, II/11, II/12 und II/13. Er geht dabei auch auf Marx’ Hinterlassenschaft von Manuskripten zum 2. Buch des „Kapital“ ein.

Umfang: 14 Seiten

Hanno Pahl: Einleitendes zur Festschrift für Helmut Reichelt

Hanno Pahl stellt im Namen der Herausgeber der Festschrift für Helmut Reichelt das Konzept derselben vor. Die sogenannte „Neue Marx-Lektüre“ u.a. von Reichelt und Backhaus, die sich in der Rezeptionsgeschichte der Marxschen Schriften als eigenständiger Interpretationsstrang verstehende Aneignung des Marxschen Werks, konzentriere sich auf die Frage nach dem Gegenstands- und Methodenverständnis der Marxschen Ökonomiekritik und mit dieser inhaltlichen Ausrichtung verbinden sich theoretische Frontstellungen sowohl gegen Formen der klassischen wie überhaupt gegen jegliche sog. Marx-Orthodoxie als auch gegen die Argumentationsstrategien einschlägiger geistes- und sozialwissenschaftlicher Paradigmen.

Umfang: 20 Seiten

Nadja Rakowitz: Die Entnationalisierung des Geldes bei Hayek

Nadja Rakowitz fasst die Studie von Hayek zusammen und bezieht Hayeks These, dass das entstaatlichte Geld einen „Anker“ in der Warenwelt haben müsse, kritisch auf die These von Marx, dass es eine Geldware geben müsse, egal ob diese politisch garantiert sei oder nicht.

(Vortrag liegt nicht schriftlich vor)

Nadja Rakowitz: „Zum Glück mischte sie sich nicht in die Kochkunst...“
Kritik als Substanz des Denkens bei Kant und Marx

Nadja Rakowitz versucht im Anschluss an und zugleich kritischen Bezug auf die Schriften von Johannes Agnoli zu zeigen, dass Kritik bei Marx nicht nur ein Moment, sondern gewissermaßen die Substanz seines Denkens ist. Er greife dabei methodisch nicht nur auf Hegel, sondern in der Kritik an Hegel auch auf Kant zurück. Neben den methodischen Aspekten dieses Verhältnisses diskutiert sie vor allem die politischen Implikationen eines solchen kritischen Bezugs zu Kant.

Umfang: 20 Seiten

Helmut Reichelt: Einige Fragen und Anmerkungen zu Nadjas „Kritik als Substanz des Denkens bei Kant und Marx.“

Helmut Reichelt hat einige Fragen und Anmerkungen zu Kants Wissenschafts- und damit Kritikbegriff. Vor allem geht es ihm um den Bezug der Wissenschaft zum Gegenstand und damit zur „Wirklichkeit“. Er will wissen, in welcher Weise Kritik konstitutiv ist für die Wissenschaft und ihren Gegenstand, und umgekehrt die Wissenschaft und ihr Gegenstand ihrerseits nicht denkbar sind ohne diesen Kritikbegriff.

Umfang: 8 Seiten