Tagung : Probleme der Geldtheorie

22. - 24. März 2002 (Werftpfuhl bei Berlin)

 

Folgende Referate wurden gehalten:

Dieter Wolf: Kritische Theorie und Kritik der Politischen Ökonomie. Eine Kritik an dem Aufsatz von Helmut Reichelt.

Dieter Wolf setzt sich ausführlich mit dem Text von Helmut Reichelt auseinander und kritisiert an diesem vor allem die Vorstellung, dass Kategorien durch Operationen "in den Köpfen der Austauschenden" entstehen sollen. Der Kern seiner Kritik gründet in der Interpretation des zweiten Kapitels des "Kapital Bd.1". Reichelt mache aus der "gesellschaftlichen Tat" einen Gedankenprozess. Weiterhin will Wolf zeigen, dass Reichelts Operieren mit Reflexionsbestimmungen spekulativ ist.

Umfang: 85 Seiten (überarbeitete Fassung)

Helmut Reichelt: Thesen für Werftpfuhl

Helmut Reichelt setzt mit diesem Text das "Geltungs-Papier" fort. Das Konzept der Geltung will er einer substantialistischen Wertkonzeption entgegensetzen und einige bislang ungeklärte Probleme erörtern. Bei Marx sei die Abstraktion des Wissenschaftlers im "Kapital" identisch mit der Abstraktion in der Praxis der Austauschenden. Die Frage sei aber, ob dieser Gedanke stichhaltig sei oder ob Marx nicht an bestimmten Stellen seiner Darstellung in einen werttheoretischen Substantialismus bzw. Objektivismus zurückfalle.

Umfang: 21 Seiten (Der Text wird noch überarbeitet.)

Fritz Fiehler: Denomination des Geldes

Fritz Fiehler geht in seinem Text vom Rohentwurf des "Kapital" aus. Dort werden am Anfang im Zusammenhang mit der Kritik an Darimon auch Probleme des Bankwesens diskutiert, die in der Literatur wenig rezipiert wurden. Fiehler diskutiert die Marxsche These, dass das Papiergeld seine Denomination von Gold erhalte, die Konvertibilität in Gold sei also, so Marx, ökonomisches Gesetz, es möge politisch garantiert sein oder nicht. Damit stelle sich das Problem der Notwendigkeit der Geldware, über die es im Moment unter Ökonomen wieder eine Diskussion gebe.

Umfang: 8 Seiten